EDGE: Ein neues HTML5-Angebot von Adobe

Früher musste man Flash verwenden, wenn man eine animierte, interaktive Oberfläche für eine Website erstellen wollte. Mit JavaScript könnten Sie vielleicht mit einigen einfachen Animationen durchkommen, aber wenn Sie es zu kompliziert machen würden, würden Sie am Ende nur den Computer Ihres Besuchers blockieren und Probleme verursachen. Außerdem war die Verwendung von JavaScript potenziell komplizierter als die von Flash, zumindest für diejenigen, die nicht gerne programmieren. Aber natürlich funktioniert Flash auf mobilen Geräten, einschließlich iPhone und iPad, nicht immer gut (oder manchmal überhaupt nicht). Geben Sie HTML5 ein. HTML5 funktioniert auf nahezu jeder mobilen Plattform. Alles, was Sie in Flash erstellen können, kann mit HTML5 (und manchmal mit JavaScript und CSS3) erstellt werden: Animationen, interaktive Elemente und mehr. Für viele Designer, die vielleicht nicht gerade begeistert davon sind, alles von Hand zu programmieren, stellt es jedoch wieder ein Problem mit der Codierung dar. Das ist wo Adobe Edge kommt ins Spiel. Es ist ein völlig neues Programm (derzeit als kostenlose Vorschauversion verfügbar), das Ihnen hilft, animierte Webinhalte mit HTML5, CSS3 und JavaScript zu erstellen. Es umfasst Zeichen- und Textwerkzeuge zum Erstellen neuer Kompositionen, ermöglicht den Import von Bildern in verschiedenen Formaten (SVG, PNG, JPG und GIF) und die Choreografie von Animationen mit einem zeitleistenbasierten Editor. Sie können Position, Farbe, Form, Größe, Drehung und andere Elemente auf Eigenschaftsebene animieren. Das Tolle an der Verwendung von HTML5, CSS3 und JavaScript anstelle von Flash für Ihre animierten und interaktiven Inhalte ist, dass Ihre Website weiterhin den Standards entspricht. Es behält Ihr CSS-Layout bei und hält Ihre Inhaltsebene von Ihrer Präsentationsebene getrennt. Dadurch ist Ihre Website mit einer größeren Auswahl an Plattformen kompatibel und mit weniger Aufwand suchmaschinenfreundlicher. Da sich Edge derzeit nur in der Vorschauphase befindet, kann es zu einigen Fehlern und Funktionseinschränkungen kommen. Vor diesem Hintergrund sind bereits 25 integrierte Beschleunigungseffekte und andere Funktionen enthalten, die Ihnen den Einstieg erleichtern. Es gibt keine Angaben dazu, wie viel Edge nach Ablauf der 150-tägigen Testphase kosten wird. Die Edge-Oberfläche ähnelt vielen anderen Programmen von Adobe für die Arbeit mit interaktiven Inhalten, etwa Premiere Pro oder Flash. Wenn Sie mit diesen Programmen bereits vertraut sind, sollte sich die Edge-Oberfläche recht einfach anpassen lassen. Wenn nicht, wird es eine gewisse Lernkurve geben, aber es ist immer noch eine relativ einfach zu verstehende Schnittstelle.

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Natürlich benötigen Sie weiterhin Flash, um Desktop- und mobile AIR-Anwendungen zu erstellen oder ActionScript zu verwenden. Möglicherweise lässt sich Flash auch einfacher für immersivere Interaktionen und Animationen verwenden, bei denen die Kompatibilität mit Mobilgeräten kein Problem darstellt. Aber Edge bietet Designern, die mit der Adobe-Arbeitsumgebung vertraut sind, eine neue Option zum Erstellen interaktiver und animierter Inhalte. Erfahren Sie mehr: Adobe Edge

Hatten Sie schon Gelegenheit, Edge auszuprobieren? Was denken Sie? Wird sich der Kauf in Zukunft lohnen? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

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